9. Bildungskonferenz der Bildungsregion Göttingen

Gemeinsam von Anfang an - Bildung inklusiv gestalten

Im März 2009 wurde auf Bundesebene die UN-Konvention über die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Das niedersächsische Kultusminsterium erarbeitet derzeit auf dieser Basis einen Gesetzesentwurf für den Bereich schulische Inklusion und lädt Lehrkräfte an niedersächsichen Grundschulen ein, sich schon jetzt im Themenfeld Inklusion zu qualifizieren.

Auf der Grundlage dieser Entwicklungen möchte die Bildungsregion Göttingen Ihre 9. Bildungskonferenz am 17. Juni 2011 gemeinsam mit der Wartbergschule in Osterode am Harz, der Harz-Weser-Werkstätten GmbH und der BBS II Osterode am Harz dazu nutzen, die mit der letzten Konferenz in Einbeck begonnene Diskussion über die Wege in eine inklusive Bildungslandschaft in Südniedersachsen fortzusetzen. Die Veranstaltung wird die Umsetzung der Inklusion in die Praxis beleuchten.

Neben dem Hauptreferenten Dr. Christian Kemper von der Montag Stiftung in Bonn stellen weitere profilierte Experten aus der Region in Vorträgen und Workshops ihre Einschätzungen zur Inklusion zur Diskussion.

„Gemeinsam von Anfang an – Bildung inklusiv gestalten“
9. Bildungskonferenz der Bildungsregion Göttingen
Freitag, 17. Juni 2011 (14:00 bis 19:00 Uhr)
in den Räumen der Wartbergschule, Hohe Str. 42, 37520 Osterode am Harz

Ab 13:00 Uhr können Sie sich bei einem kleinen Imbiss mit anderen Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern austauschen. Zudem sind unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn und an den Tagen vor der Konferenz im Rahmen eines Begleitprogrammes Führungen und Hospitationen in der Wartbergschule und in den Harz-Weser-Werkstätten möglich. Konferenzbesucher, die sich dem Thema Behinderung auf etwas andere Weise annähern möchten, geben wir in Kooperation mit der Wartbergschule und der BBS II Gelegenheit, die Veranstaltung im Rollstuhl zu erleben.

Es würde uns sehr freuen, Sie auf unserer 9. Bildungskonferenz begrüßen zu dürfen und mit Ihnen in den Workshops zu Themen rund um Inklusion in der Praxis ins Gespräch zu kommen!

Die 9. Bildungskonferenz wird als Kooperationsveranstaltung mit folgenden Partnern durchgeführt:

Logo Wartbergschule Logo Harz-Weser-Werkstätten Logo BBS II Osterode am Harz
Wartbergschule
Osterode am Harz
Harz-Weser-Werkstätten BBS II Osterode am Harz

Gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen bietet Vorteile für alle

Bildungskonferenz zur Inklusion an der BBS Einbeck – 360 Konferenzteilnehmer diskutieren über UN-Konvention und die Folgen

Pressefoto
Einbeck/Göttingen.

Der in vielen anderen europäischen Staaten übliche gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen bietet Vorteile für alle Beteiligten. Viele Studien zeigen, dass inklusiver Unterricht keinesfalls mit einem Niveauverlust bei Kindern ohne Behinderungen einhergeht. Vielmehr werden ihre soziale Kompetenzen gestärkt: Im Verlauf einer Bildungskonferenz der „Bildungsregion Göttingen“ in der BBS Einbeck hat sich der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz für die rasche Umsetzung der 2006 verabschiedeten und inzwischen vom Bundestag ratifizierten UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen ausgesprochen.

Foto Prof. Dr. Preuss-LausitzVor 360 Gästen in der Aula der BBS forderte der an der TU Berlin lehrende Wissenschaftler Landesregierungen und Kommunalpolitik auf, ohne weitere Verzögerungen die Voraussetzungen für die „inklusive Schule“ zu schaffen. So könnten Lehrerinnen und Lehrer im „laufenden Betrieb“ weitergebildet werden. Die Kompetenzen von Förderschulpädagogen müssten an den Allgemeinbildenden und den Berufsbildenden Schulen genutzt werden – dort sollten auch zur außerschulischen Vernetzung Zentren für unterstützende Pädagogik eingerichtet werden. Preuss-Lausitz: „Wichtig ist, dass die Eltern einbezogen werden und dass eine enge Verbindung mit der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendhilfe und den Selbsthilfeeinrichtungen erfolgt.“

Film 8. Bildungskonferenz

Begrüßung


Günter Dietzek, Schulleiter BBS Einbeck


Michael Wickmann (SPD) Landrat Landkreis Northeim


Politik

Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) Mitglied des Landtages


Frauke Heiligenstadt (SPD) Mitglied des Landtages

Karl-Ludwig von Danwitz (CDU) Mitglied des Landtages


Christian Grascha (FDP) Mitglied des Landtages


Eindrücke zur 8. Bildungskonferenz

 

Vernor Muñoz: Zum Thema Inklusion muss mehr geschehen

Schule von Morgen – Auf dem Weg in die inklusive Bildungslandschaft Südniedersachsen 8. Bildungskonferenz

Die UN-Konvention über Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen wurde bereits im Jahr 2006 verabschiedet – mit der Ratifizierung durch Bundestag und Bundesrat ist sie seit März 2009 nationales Recht. Die dennoch in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtete Konvention umfasst alle Lebensbereiche und soll Menschen mit Behinderungen volle gesellschaftlicheTeilhabe und Diskriminierungsfreiheit garantieren. Die schulische Inklusion als zentrales Anliegen ist Thema eines Gesetzentwurfes des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Gemeinsam mit der Fachschule Heilerziehungspflege der BBS Einbeck, dem Beirat für Menschen mit Behinderungen beim Landkreis Northeim sowie weiteren Partnern will die Bildungsregion Göttingen ihre Bildungskonferenz am 3. Dezember dazu nutzen, die Herausforderungen zu diskutieren, die für Kommunen, Lehrer, Schüler und Eltern auf dem Weg in die inklusive Bildungslandschaft entstehen. Neben Prof. Dr. Ulf Preuß-Lausitz und Dr. Edith Brugger-Paggi stellen weitere profilierte Experten in neun Workshops ihre Einschätzungen zur Inklusion zur Diskussion.

Im Mittelpunkt steht die Frage, was die „Schule von morgen“ auszeichnet, unter welchen Rahmenbedingungen die Ziele erreichbar sind und welche Beiträge die beteiligten Personen und Institutionen leisten können.

Die UN-Konvention über Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen wurde bereits im Jahr 2006 verabschiedet – mit der Ratifizierung durch Bundestag und Bundesrat ist sie seit März 2009 nationales Recht. Die dennoch in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtete Konvention umfasst alle Lebensbereiche und soll Menschen mit Behinderungen volle gesellschaftlicheTeilhabe und Diskriminierungsfreiheit garantieren. Die schulische Inklusion als zentrales Anliegen ist Thema eines Gesetzentwurfes des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Im Mittelpunkt steht die Frage, was die „Schule von morgen“ auszeichnet, unter welchen Rahmenbedingungen die Ziele erreichbar sind und welche Beiträge die beteiligten Personen und Institutionen leisten können.

Konferenzprogramm – 8. Bildungskonferenz

12.00 Uhr Willkommen mit Imbiss
13.00 Uhr Begrüßung durch Günter Dietzek, Schulleiter BBS Einbeck, und Landrat Michael Wickmann
13.15 Uhr Christian Otto: Ergebnisse einer Befragung zur inklusiven Schule
13.30 Uhr Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz, TU Berlin: Auf mehreren Ebenen inklusionsfördernd handeln. Schritte auf dem Weg zur gemeinsamen Erziehung für alle
14.15 Uhr Dr. Edith Brugger-Paggi, Freie Universität Bozen, und Dr. Susann Abram, Schuldienst Bozen: Inklusive Schule und inklusiver Kindergarten in Südtirol – Vision und Realität
15.00 Uhr Positionen der MdL Karl-Ludwig von Danwitz, CDU, Frauke Heiligenstadt, SPD, Stefan Wenzel, Bündnis 90/Die Grünen und Christian Grascha, FDP, zur Inklusion; danach Kaffeepause
16.00 Uhr Workshops
17.45 Uhr Diskussion mit den MdL Karl-Ludwig von Danwitz, CDU, Frauke Heiligenstadt, SPD, Stefan Wenzel, Bündnis 90/Die Grünen und Christian Grascha, FDP
Moderation: Kerstin Blochberger, Selbstbestimmt Leben Hannover e.V.
19.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Die 8. Bildungskonferenz wird als Kooperationsveranstaltung mit folgenden Partnern durchgeführt:

Logo BBS Einbeck Logo Landkreis Northeim Logo Eifer e. V.

Gemeinsamer Unterricht in Niedersachsen unter dem Durchschnitt

In Niedersachsen ist gemeinsamer Unterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder noch immer eine große Ausnahme. Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung werden im Land nur 6,6 Prozent der Schüler mit Förderbedarf gemeinsam mit anderen Kindern unterrichtet. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 18,4 Prozent. Bremen belegt mit 40 Prozent dagegen einen Spitzenplatz … weiter zum vollständigen Beitrag vom NDR

Jakob Muth-Preis für inklusive Schule 2010

Diskussion auf center tv: Inklusion Gemeinsam Leben und Lernen e.V.

Teil1:

Teil 2:

Teil 3: